Einzelfall-Hilfe - Hausbau

Die Dörfer entlang des Küstenstreifens sieht man vom Flieger aus überhaupt nicht. Erst wenn man mit Auto oder Riksha die holprige und völlig ungesicherte Hauptstraße entlang fährt, sieht man, dass der Boden unter dem geschlossenen Blätterdach der Palmen mit kleinen gemauerten Häuschen übersät ist - die meisten vom feucht-heißen Klima schwer gezeichnet.
Farbe für einen frischen Anstrich kann sich niemand leisten. An Innenausstattung findet man in der Regel Kochgeschirr, ein hölzernes Bettgestell mit Flechteinsatz, einen einzelnen Plastikstuhl sowie eine Glasvitrine für die Familienandenken neben dem Heiligenbild.


Aber man ist froh, dass man ein Dach über dem Kopf und festen Boden unter den Füßen hat. Tatsächlich gibt es - neben anderen, die mit ihren Verdiensten als Gastarbeiter in Übersee wirklich hübsche Häuser bauen konnten - immer noch eine Reihe von Familien, die direkt auf dem Sandboden einer Palmblatthütte leben müssen.

Ein Haus in der üblichen Größe von 40 qm² Wohnfläche kostet ca. € 2.500,-

Ein wichtiges Kriterium für die Vergabe einer Hausbau-Spende unsererseits ist, dass das Grundstück schon vorhanden ist und eine Genehmigung für staatliche Förderung vorliegt. Nur damit kann die Fertigstellung des Hauses garantiert werden.
Einen Betrag von ca. € 1.250.- erhalten finanzschwache Familien von der Regierung in Raten ausbezahlt, wenn sie nachweisen können, dass der Rest selbst aufgebracht werden kann (durch Erspartes, Leihgaben oder Spenden).
Die erste Rate bezahlt der Staat, nachdem die Fundamente gelegt worden sind.

Dank verschiedener Sonderspenden konnten wir bisher 5 Familien beim Bau eines Häuschens unterstützen. Aussagekräftige Bilder finden Sie in unserer Galerie.
Das Projekt "Ein Haus für Merlin" (siehe Rundbrief 13) befindet sich noch in der Planungsphase.

Ohne unsere Hilfe wäre auch die Hilfe der Regierung ungenutzt geblieben.